Frühe Geschichte und Antike
439 v. Chr.: Ankunft der Shintō-Siedler
Die Geschichte Irkaniens beginnt mit der Ankunft der Shintō-Siedler im Jahr 439 v. Chr. Diese maritime Kultur erreichte das Archipel von See aus und gründete ihre ersten dauerhaften Niederlassungen auf der Insel Jadaria. Sie verfügten über ein einfaches Schriftsystem, ausgeprägtes nautisches Wissen und Techniken der Küsten- und Inselbewirtschaftung. Ihre Lebensweise stützte sich auf die natürlichen Ressourcen Jadarias, insbesondere auf fruchtbare Böden, Fischgründe und geschützte Buchten.
Die frühen shintōiden Siedlungen blieben klein, räumlich voneinander getrennt und stark ortsgebunden. Diese Struktur begrenzte die Ausbreitung endemischer Krankheiten wie des später sogenannten Steppenfiebers (Lassa-Fieber), das erst in dichter besiedelten Gesellschaften größere Auswirkungen entfalten sollte. Die Religion der Shintō war naturbezogen und konzentrierte sich auf die Verehrung lokaler Geister und Kräfte. Sie prägte ein Weltbild, in dem Orte, Landschaften und Handlungen eine rituelle Bedeutung besaßen, und legte damit einen kulturellen Unterbau, der in veränderter Form bis in spätere Epochen Irkaniens fortwirkte.
Am Tag der Landnahme bezeichneten die Shintō die Halbinsel Jadaria als Iruka-ni (いルかに / iru-ka-ni). Der Name setzte sich aus dem Verb iru (居 / 入, „sein“, „sich niederlassen“), einem frühen Orts- und Bereichsbegriff ka (界 / 場) sowie der Lokativpartikel ni (に, „an“, „in“) zusammen. In dieser frühen Form bezeichnete Iruka-ni keinen Staat, sondern einen rituell verstandenen Raum: „den Ort, an dem wir sind“ oder „den Bereich des Bleibens“. Der Name markierte damit bewusst den Übergang vom Unterwegssein zur dauerhaften Ansiedlung.
Erst in späteren Generationen setzte sich eine erweiterte Namensform durch. Im Zuge einer zweiten Siedlungs- und Integrationsphase wurde der Ausdruck sprachlich angepasst und um die Endung -en ergänzt, die in den nachfolgenden Kulturen zunehmend zur Bezeichnung zusammenhängender Räume verwendet wurde. Aus Iruka-ni entwickelte sich so Irukanien (イルカニエン), ein Name, der nun nicht mehr nur einen rituellen Ort, sondern ein als Einheit verstandenes Land bezeichnete.
Die Landnahme von 439 v. Chr. gilt als Beginn der irkanischen Zeitrechnung. Entsprechend schreiben die Irkanier im Jahr 2009 (ab dem 1. Oktober 2008) das Jahr 2448 der Landnahme.
112 n. Chr.: Ankunft der Protonugensiler
Im Jahr 112 n. Chr. erreichten die Protonugensiler Jadaria. Dieses landwirtschaftlich geprägte und expansionsfreudige Volk gründete erste Stadtstaaten, darunter frühe Formen von Genepohl und Gard. Im Gegensatz zu den Shintō verfügten sie über eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den endemischen Krankheiten des Archipels, was zu einem raschen Bevölkerungswachstum führte.
Zunächst existierten Shintō und Protonugensiler nebeneinander, doch religiöse Unterschiede, konkurrierende Landnutzung und territoriale Ansprüche führten zunehmend zu Spannungen. Über einen Zeitraum von etwa zwei Jahrhunderten wurden die Shintō weitgehend assimiliert oder aus ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten verdrängt. Ihre kulturellen Einflüsse verschwanden jedoch nicht vollständig, sondern blieben in lokalen Bräuchen, Ortsnamen, rituellen Praktiken und Dialektformen erhalten.
600–800 n. Chr.: Die Einigungskriege
Mit der Ausweitung des Handels zwischen den Stadtstaaten entstanden wechselnde Bündnisse, die jedoch meist instabil blieben. Ab dem 7. Jahrhundert verdichteten sich diese Konflikte zu einer Phase nahezu dauerhafter Kriege. Das 8. Jahrhundert gilt als Höhepunkt der sogenannten Einigungskriege, in denen verschiedene Koalitionen um die politische und wirtschaftliche Vorherrschaft auf Jadaria kämpften.
Diese Zeit brachte eine Reihe charismatischer Kriegsherren hervor, die ihre Herrschaft häufig religiös legitimierten. Der Asatru-Glaube, eine an nordische Mythologie angelehnte Religion, gewann in dieser Phase an Bedeutung und verdrängte ältere spirituelle Traditionen weitgehend. Die Einigungskriege legten damit nicht nur den Grundstein für spätere staatliche Strukturen, sondern prägten auch nachhaltig das religiöse und politische Selbstverständnis Irkaniens.
Der Aufstieg der Monarchien
798 n. Chr.: Die ersten Könige
Die irkanische Monarchie begann unter Thorsonr I (regierte 798-827 n. Chr.), dessen Dynastie mehrere verfeindete Stadtstaaten vereinte. Thorsonr erklärte sich zum "Beschützer von Jadaria" und etablierte ein Feudalsystem, das durch Allianzen und militärische Eroberungen Macht konsolidierte. Seine Nachfolger erweiterten das Königreich und legten die Grundlagen für den modernen irkanischen Staat.
1098-1169 n. Chr.: Die Herrschaft von Tyrsonr I
Tyrsonr I, bekannt als "der Große" (regierte 1098-1169 n. Chr.), wird für seine kulturelle und territoriale Expansion gefeiert. Er zentralisierte die Verwaltung, kodifizierte die Gesetze Irkaniens und förderte den Handel mit Nachbarregionen. Seine militärischen Kampagnen unterwarfen die verbleibenden unabhängigen Gebiete auf Jadaria und erweiterten den Einfluss auf kleinere Inseln im Archipel.
1587 n. Chr.: Verfassungsreform
Während der Herrschaft von Freyrsonr IV (regierte 1564-1590 n. Chr.) führten wachsende Spannungen zwischen Adligen und der Monarchie zur Einführung einer konstitutionellen Monarchie. Der Reichsthing wurde als legislatives Organ geschaffen, das die königliche Autorität einschränkte, während der König als symbolisches Staatsoberhaupt erhalten blieb.
Moderne Geschichte
In der Mitte des Februars 2008 beginnt sich die Lage in Vannenheim, dem Nachbarstaat Irkaniens zu verselbstständigen. Nach einigen kurzen Debatten im Reichsthing und den Zeitungen und Rundfunksendern sowie des Volkes auf der Straße wird das Manöver welches in Mitteljadaria zu diesem Zeitpunkt stattfand abgebrochen und die Truppen des Irkanischen Reiches mobilisiert, welche nur zwei Tage später die Grenze zu Vannenheim überschreiten und beginnen die Odinsmark zu besetzen in welche hauptsächlich von Irkaniern besiedelt ist.
Nach dem Austausch diplomatischer Noten und der weiteren Abschätzung der Lage rücken die irkanischen Truppen weiter vor und besetzen nach und nach gesamt Vannenheim mit Ausnahme der Insel Vyumö über der der ehemalige Imperator Vannenheims eine Kernwaffe zu explosion bringt bei der mehrere tausend Menschen einen schrecklichen Tod finden. Wenige Minuten später schlugen zwei Kurzstreckenraketen in den Imperatorenpalast ein und Fallschirmjägereinheiten folgten nach, während Truppen auf breiter Front in den Rest Vannenheims einfielen. Die Propagandaschlacht wurde am nächsten Tag eröffnet.
Die Bevölkerung Vannenheims verhielt sich weitgehend ruhig und der Verbleib des Imperators blieb ungeklärt, man vermutet jedoch, daß er entweder von den Raketen getötet wurde oder von einem der Geheimdienste Irkaniens beseitigt wurde.
Angebliche Todesschwadronen des Irkanischen Inlandsgeheimdienstes Othala machten Gerüchten zufolge Jagd auf Intelektuelle, Regimekritiker, Presse und Politiker.
Nach einer Volksabstimmung in Vannenheim und Irkanien, die nach Auffassung einiger, zumindest in Vannenheim, manupuliert wurde, schloß sich Vannenheim Irkanien an. Eine Verfassungsänderung machte es mögllich, daß die Länder Vannenheims nicht auseinandergerissen wurden und erhielten, wie die irkanischen Länder, Teilautonomie ohne Austrittsmöglichkeit.
Ein Bundesvertrag wurde in Irkanien vom Reichsthing und in Vannenheim am 28.03.2008 vom Volk ratifiziert.
Das Irkanische Reich erlebt einige turbolente Jahre nachdem es erst kurz sozialistisch und dann durch Konterrevolution wieder ein Kaiserreich und ab Mitte 2013 eine Militärdiktatur wird. Der einst so verhasste Nachbar, nun Teil der Union, dient so als Vorbild.
2013 n. Chr.: Militärdiktatur
Nach der Abdankung von Freyrsonr VI (regierte 2010-2013 n. Chr.) übernahm das Militär unter General Shia Mae die Kontrolle. Diese autoritäre Periode priorisierte Stabilität und wirtschaftliches Wachstum und legte den Grundstein für den späteren Aufstieg von Alrun Amalbalde.
2016 n. Chr.: Alrun Amalbalde
Am 27. Oktober 2016 übernahm Alrun Amalbalde, unterstützt von den Konzernen X, BEL und IEU sowie dem Kommando Besondere Operationen (KBO), die Macht in der Freien Irkanischen Republik. Unzufrieden mit der Führung von Erik Reexman, setzte sie sich mit militärischer Präzision an die Spitze des Staates. Gerüchten zufolge soll sie einige Monate zuvor persönlich Reexmans Frau in deren Haus mit einem Baseballschläger erschlagen haben – ein Verdacht, der jedoch nie nachgewiesen werden konnte
Kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung
Religiöser Synkretismus
Das Nebeneinander von Asatru- und Shinto-Religionen prägte die Identität Irkaniens. Asatru wurde während der Monarchie dominant, doch Shinto-Rituale blieben in ländlichen Gemeinden verwurzelt. Heute sind beide Glaubensrichtungen integraler Bestandteil nationaler Feste und kultureller Ausdrucksformen.
Sprachentwicklung
Irkisch, die Nationalsprache, entwickelte sich aus frühen Shinto-Dialekten und germanischen Einflüssen. Die Übernahme des Futhark-Alphabets und die Integration einer formalen Grammatik spiegeln Jahrhunderte sprachlicher Verfeinerung wider.
Industrialisierung
Die Entdeckung reicher Vorkommen von Gold, Uran und anderen Mineralien im 19. Jahrhundert legt die Grundlage Irkanien in eine industrielle Großmacht zu verwandeln. Städte wie Genepohl und Maltretonia wurden zu Zentren der Schwerindustrie und des Handels.
Landwirtschaftliche Grundlagen
Fruchtbare Regionen wie die Frisa-Ebene bleiben essenziell für die Wirtschaft Irkaniens und liefern Getreide und Vieh für die wachsenden urbanen Zentren.
Regierung und aktueller Zustand
Autoritäre Herrschaft unter Alrun Amalbalde
Alrun Amalbaldes Führung steht für zentralisierte Governance. Ihre "netzwerkzentrierte Politik" ermöglicht schnelle Entscheidungsfindung, unterstützt durch ein fortschrittliches KI-gesteuertes Informationssystem. Obwohl effizient, wird ihr Regime für die Unterdrückung von Dissens und die Einschränkung bürgerlicher Freiheiten kritisiert.
Internationale Beziehungen
Irkaniens strategische Lage im Asurik-Ozean unterstreicht seine Außenpolitik. Während seine Ressourcen und industrielle Kapazität wirtschaftliche Partnerschaften sichern, bleiben seine expansionistischen Tendenzen und autoritäre Herrschaft global umstritten.
Bedeutende Monarchen
- Thorsonr I (798-827 n. Chr.): Vereinte die Stadtstaaten und begründete die irkanische Monarchie.
- Tyrsonr I („Der Große,“ 1098-1169 n. Chr.): Erweiterte Irkaniens Territorium und zentralisierte die Verwaltung.
- Freyrsonr II (1808-1849 n. Chr.): Führte Modernisierungen der Infrastruktur während der Aufklärung durch.
- Thorsonr V (1850-1910 n. Chr.): Konsolidierte die Macht und schuf die modernen Grenzen Irkaniens.
- Freyrsonr IV (1564-1590 n. Chr.): Überwachte die Verfassungsreformen, die die königliche Autorität einschränkten.