KHEMIX Irkania ist der größte Chemiekonzern der Freien Irkanischen Republik und einer der zentralen Akteure der globalen chemischen Grundstoffindustrie. Das Unternehmen stellt Basischemikalien, Feinchemie, Industrieharze, Lösungsmittel, Düngemittel und spezialisierte Mischungen her und kontrolliert damit de facto die chemische Grundversorgung des Landes. Militär, Landwirtschaft, Industrie, Energieversorgung und Gesundheitswesen sind direkt von KHEMIX-Lieferungen abhängig. Der Konzern ist nicht nur Produzent, sondern struktureller Bestandteil der staatlichen Funktionsfähigkeit.
Der Hauptsitz befindet sich in Drasilia auf Borealis, an der Schnittstelle von Industrie, Militärlogistik und Verwaltung. KHEMIX wurde 1941 als Kriegschemieabteilung des alten Kaiserreichs gegründet und 2015 im Rahmen des Reformgesetzes zur strategischen Chemiekoordinierung neu geordnet. Die Aufsicht liegt direkt bei der Kommandoabteilung Wirtschaft (KAW), mit festen Berichtsrechten an das Zentralkommando. Operativ ist KHEMIX eng in die staatliche Planung eingebunden, ohne formell Teil der militärischen Struktur zu sein.
Das Kerngeschäft des Konzerns umfasst die vollständige chemische Wertschöpfung. In der Basischemie produziert KHEMIX Ammoniak, Ethylen, Chlorverbindungen sowie Schwefel- und Salpetersäure, also jene Stoffe, auf denen Industrie, Landwirtschaft und Energieinfrastruktur unmittelbar aufbauen. Die Agrarchemie liefert hochkonzentrierte Düngemittel und Bodenaufbereiter, abgestimmt auf genetisch optimierte Saaten in Kooperation mit Zenthera. Medizinische Grundstoffe, Desinfektionschemikalien und Substanzen für Diagnostik und operative Medizin sichern die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, teils in Zusammenarbeit mit BEL und DAHLRA. Industrieharze, Farben und Beschichtungen fließen in zivile und militärische Geräte, insbesondere in Projekte von Ragnarök und KREMAT.
Ein gesonderter, streng reglementierter Bereich umfasst Sonderchemie. Dazu zählen Explosivstoffe, Kampfstoffvorprodukte, Tarnmittel und Reizstoffe für Sicherheitsorgane. Produktion und Ausgabe erfolgen ausschließlich auf Befehl des Zentralkommandos. Lager- und Produktionsstandorte dieses Sektors gelten als Zone AA+.
Forschung ist zentral organisiert. KHEMIX betreibt fünf nationale Forschungskomplexe: Grundlagenforschung in Drasilia, organisch-synthetische Anwendungen in Midgardia, thermische und krisenfeste Mischchemie in Maltretonia, Regulierungs- und Normenarbeit in Irkania-Stadd sowie eine militärisch-industrielle Kooperationseinheit auf Borealis. Forschung dient nicht primär Erkenntnisgewinn, sondern Skalierung, Kontrolle und Abhängigkeit.
Exporte erfolgen ausschließlich über KHEMIX Logistics, eine BEL-Tochter mit Sondermandat. Kooperationen mit Zenthera, Ragnarök, BEL, KREMAT, DAHLRA und Unternehmen X gelten als systemrelevant. Kritiker bemängeln Marktmacht, Intransparenz und die enge Bindung an die KAW, doch faktisch gilt: Ohne KHEMIX stehen Produktionslinien, Silos, Wasserwerke, Munitionsfabriken und Laboratorien still.
Der Konzern verfügt über anerkannte Exterritorialität. Konzernflächen, operative Zonen und logistische Infrastruktur unterliegen einem eigenständigen Rechtsstatus. Staatlicher Zugriff erfolgt ausschließlich in abgestimmten Verfahren.
Der Hauptsitz in Drasilia ist großflächig angelegt, nicht vertikal. Mehrere massive Baukörper aus Glas, dunklem Stein und beschichtetem Beton bilden eine geschlossene Struktur mit klaren Sichtachsen und abgesperrten Innenhöfen. Die Zufahrt ist Teil des Sicherheitskonzepts. Besucher werden geprüft, bevor sie ankommen. Bewaffnete Sicherheit ist präsent, aber unaufdringlich. Architektonisch verbindet der Komplex nüchterne Industrieästhetik mit gezieltem Prestige. Nachts leuchtet er kalt und gleichmäßig, ohne Logos, ohne Werbung. Im Inneren dominieren Ordnung, schwere Türen, leise Technik und ein bewusst neutral gehaltener Geruch. Alles signalisiert Kontrolle, Dauer und Zugriff.
An der Spitze des Konzerns steht Severin Markwardsson Rhel, CEO und Generaldirektor. Rhel wurde 1986 in Drasilia auf Borealis geboren und entstammt dem Klan Rhel. Er ist kein Sympathieträger und hat nie versucht, einer zu sein. Intelligent, ehrgeizig und rhetorisch präzise, agiert er skrupellos in Fragen von Macht, Markt und Durchsetzung. Verantwortung versteht er ausschließlich systemisch. Umweltpolitik akzeptiert er, wenn sie regulatorisch unvermeidbar ist. Nachhaltigkeit ist für ihn ein Kostenfaktor.
Rhel studierte Industriechemie und Staatsökonomie parallel und arbeitete früh in der regulatorischen Ebene, dort, wo entschieden wird, wer produzieren darf und wer nicht. Nach der Neuordnung 2015 wurde er gezielt in den Konzern geholt. Er war nie Forscher, nie Entwickler. Seine Stärke liegt im Lesen von Machtverhältnissen und im Aushöhlen von Widerstand, bevor dieser sichtbar wird. Mit Mitte dreißig übernahm er die Konzernführung.
Er führt autoritär-pragmatisch. Delegation ist klar, interne Moraldebatten werden verachtet. Meetings sind effizient und unangenehm. Loyalität entsteht über Aufstiegschancen, nicht über Nähe. Politik betrachtet Rhel als Spielfeld. Mit der KAW arbeitet er eng, mit dem Zentralkommando kalkuliert. Grüne Programme unterstützt er nur, wenn sie alternativlos sind, und sorgt dann dafür, dass KHEMIX die Standards definiert. Intern gilt er als jemand, der Gesetze nicht bricht, sondern so formulieren lässt, dass sie nützlich werden.
Technisch ist KHEMIX unter Rhel auf höchstem Niveau. Forschung wird massiv finanziert, aber ausschließlich mit Blick auf Verwertbarkeit und Kontrolle. Militärische Sonderchemie betrachtet er als legitimen Kernbereich. Moralische Einwände gelten ihm als außenpolitischer Luxus.
Öffentlich tritt Rhel selten auf. Wenn doch, spricht er juristisch sauber und politisch offen genug, um nicht angreifbar zu sein. In kritischen Situationen verweist er auf systemische Notwendigkeiten. Meist zu Recht.
KHEMIX ist kein Konzern, der Zustimmung sucht.
Er ist einer, der Unverzichtbarkeit organisiert.
Unter Rhel ist er nicht sauberer geworden.
Aber stabiler.